Junge Liberale sagen Diskussionsrunde ab

Die Jungen Liberalen (JuLis) sagen eine von ihnen geplante politische Diskussionsrunde, den so genannten „Fight Club“, ab. Ursprünglich sollte die Veranstaltung am 22.03.2018 in Walis Café in der Mindener Innenstadt stattfinden. Die Idee bestand darin, die Jugendparteien aller im Bundestag vertretenen Parteien in einer Gesprächsrunde zusammenzubringen, um junge Menschen für die Politik zu begeistern.

Schon im Vorfeld sorgte die geplante Teilnahme der Jungen Alternative (JA) für heftige Diskussionen in den sozialen Medien. Zusätzlich befeuert wurde der Konflikt durch einen Facebook-Beitrag eines AfD-Politikers, der gegen den Mindener Bürgermeister Jäcke (SPD) gerichtet war. „Uns war von Beginn an klar, dass die Einladung der JA zu Kontroversen führen würde. Wir sind jedoch weiterhin davon überzeugt, dass die offene Debatte der beste Weg ist, um rechtspopulistischen Tendenzen in der Gesellschaft entgegenzuwirken“, sagt Nils Klähn, der Vorsitzende der Jungen Liberalen Minden-Lübbecke.

Zum Bedauern der Jungen Liberalen eskalierte der Streit immer mehr. Zuletzt befürchteten die Organisatoren, dass die Veranstaltung durch Anhänger der politischen Ränder unterwandert wird. Infolgedessen entschlossen sich die JuLis die Gesprächsrunde abzusagen: „Als Organisatoren sind wir für die Sicherheit während der Gesprächsrunde verantwortlich. Aufgrund der Vorkommnisse der letzten Tage haben wir jedoch massive Bedenken, dass die Veranstaltung nicht friedlich verlaufen wird“, erklärt der Vorsitzende der JuLis.

Trotz der Enttäuschung über den Verlauf der Veranstaltungsplanung setzen sich die Jungen Liberalen weiterhin für politische Veranstaltungen im Mühlenkreis ein und denken derzeit über eine Online-Veranstaltung nach: „Das politische Engagement junger Menschen ist das Fundament unserer freien Gesellschaft. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Jugendliche für die Politik zu begeistern, damit wir auch in Zukunft noch in Frieden und Freiheit zusammenleben können.“